Ein Freudentag

20161220_103859[1]Wir durften dieses Jahr dank der Gottfried-Keller-Loge wieder einen wunderschönen Ausflug nach Konstanz an den Weihnachtsmarkt machen.

Einige Klienten freuten sich schon Wochen vorher auf diesen einen Tag, an dem mal alles anders ist, als gewohnt. Ein Klient sagte sogar, für ihn komme die Weihnachtsstimmung erst an diesem Ausflug richtig auf.

Pünktlich um 9 Uhr startete unsere Reise in Bülach nach Opfikon, wo noch weitere Teilnehmer in den komfortablen Car zustiegen. Von dort aus fuhren wir, mit 40 Klienten, ohne viel Verkehr weiter nach Konstanz.

Während der angenehmen Carfahrt konnten sich alle gut unterhalten und gesellig den Tag beginnen. Obwohl es der Sonne leider nie ganz gelang durch den Nebel zu dringen, begann der Ausflug mit viel Heiterkeit.

In Konstanz angekommen, bildeten sich kleinere Grüppchen, um gemeinsam den Weihnachtsmarkt zu erkunden. Die vielen feinen Köstlichkeiten, die es dort gab und die Weihnachtsgeschenk-Ideen, die wir sammeln konnten, bedeuten uns sehr viel. Einige verkosteten die vielfältigen Esswaren, die es an den Weihnachtsständen gab. Andere gingen zum Mittagessen in ein Restaurant, in dem es feine Suppen und Salate gab. Auch das grosse Warenhaus LAGO wurde nicht ausgelassen und half, die kalten Winterfüsse wieder aufzuwärmen.

Am Nachmittag besammelten wir uns wieder beim Car, erschöpft und beschwingt von diesem schönen Tag. Alle lobten das Erlebnis und freuten sich sehr, dass sie das erleben durften.

Wir bedanken uns herzlich bei der Gottfried-Keller-Loge, dass sie uns diesen wunderschönen Ausflug ermöglicht hat.

 

Ein Freudentag für wisli

IMG_1168-2Letzte Woche überreichte eine neunköpfige Delegation des Frauenvereins Hochfelden der Stiftung Wisli einen Check im Wert von 5500 Franken –, die gesamten Einnahmen aus zwei Jahren fleissigem Arbeiten. «Wir möchten damit etwas Gutes tun und Menschen aus unserer Region unterstützen, die nicht auf Rosen gebettet sind», sagte die Präsidentin Elsbeth Albrecht, zur Motivation des Frauenvereins. «Der Betrag kommt unserer Tagesstätte zugute», freute sich Christof Bidoggia, Geschäftsführer der Stiftung Wisli. Die Klientinnen und Klienten, Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung freuen sich schon jetzt, dass nun ihr lang gehegter Wunsch nach neuen Werkbänken in Erfüllung geht. Dass darauf schon bald schöne Geschenke und Glückwunschkarten gefertigt werden, beeindruckte die Delegation aus Hochfelden sichtlich, genauso wie zu sehen, welch kreative Dinge in der Tagesstätte entstehen. Sie luden die Stiftung wisli kurzerhand ein, ihre Geschenke doch auch am nächsten Weihnachtsmarkt zu präsentieren.

Schreiben befreit – Radio loco-motivo Winterthur

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Es wird spannend –
morgen 2. Juni, von 16.00-17.00 Uhr

In der Juni-Sendung von Radio loco-motivo Winterthur präsentieren die Redaktorinnen und Redaktoren ihre eigenen Texte und beschreiben darin ein buntes Spektrum von Themen und Fragen.

 
Die Vielfalt dieser Texte ist gross: Sie erzählen die Geschichte einer Maus im Stadtpark mit tragischem Ende, erinnern an einen perfekten Sommertag am Zürichsee oder beschreiben die Geburt eines Adlers. Entstanden sind sie in der Textwerkstatt der Stiftung wisli Bülach, wo Menschen mit und ohne psychische Beeinträchtigung miteinander Geschichten scheiben.
 
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, 2. Juni, von 16 bis 17 Uhr auf Radio Stadtfilter (96.3 MHz und im Grossraum Zürich auf DAB+). Nachzuhören ist sie im Sendungsarchiv unter radiolocomotivo.ch.
 
 
Kontakt Radio loco-motivo Winterthur, Juni-Sendung:
Claus Herger, Co-Redaktionsbegleiter, 079 378 90 02
Kontakt Redaktion: radiolocomotivo@stadtfilter.ch
 

Wir geben Menschen eine Stimme – Radio-locomotivo

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Liselotte Tänller

Liselotte Tännler, Schul- und Geschäftsleiterin von Radioschule klipp+klang im Interview zur neusten Ausgabe der wislinfo

Seit 20 Jahren bildet die Radioschule klipp+klang Menschen, unabhängig von ihrer Vorbildung, Herkunft und Gesundheitszustand zu Radiojournalistinnen und -journalisten aus. Mit grossem Engagement entwickelt klipp+klang zudem Projekte für Jugendliche und für Menschen mit einer Beeinträchtigung, um ihnen den Zugang zum Radiomachen zu öffnen. Warum, sagt die Schul- und Geschäftsleiterin Liselotte Tännler.

Liselotte Tännler; mit welchen Beweggründen habt Ihr Radio loco-motivo in der Schweiz initiiert?
Die Idee stammt aus Südamerika, wo direkt aus psychiatrischen Kliniken gesendet wird. In der Schweiz arbeiten die Redaktionen möglichst integriert bei lokalen Radios, unterstützt von Fachleuten aus der Sozialpsychiatrie. Das Ziel ist das gleiche: Menschen mit Psychiatrieerfahrung über das Radio eine Stimme geben und sie gleichzeitig befähigen, ihre eigene Sendung zu machen. 2011 startete das Projekt in Bern bei Radio Bern RaBe, 2014 in Winterthur bei Radio Stadtfilter und Ende 2015 in Solothurn.

Wie bilden Sie die Redaktionsmitglieder von Radio loco-motivo aus?
Genau gleich wie in allen Kursen, nur in kleineren Sequenzen. Die Teilnehmenden lernen Beiträge zu verfassen, aufzunehmen, zu schneiden, zu vertonen und zu einer Sendung zusammenzubauen. Sie üben, Interviews zu führen und natürlich auch, wie sie im Radio gut rüberkommen. In der Ausbildung begegnen wir einander auf Augenhöhe und arbeiten mit den Möglichkeiten der Einzelnen.

Braucht das nicht gerade bei diesen Menschen viel Mut?
Ziel ist, dass das Radiomachen mehr Mut und Selbstbewusstsein gibt, als das es kostet. Die Redaktionsmitglieder von Radio loco-motivo sind ein gutes Beispiel dafür: Mitzuerleben wie ihr Selbstvertrauen wächst und sie sich getrauen, immer selbstständiger zu arbeiten, ist wunderbar! Dafür und dass Monat für Monat eine spannende Sendung entsteht, braucht es ein stabiles Umfeld mit Begleitpersonen. Mit der Zeit können sich unsere Ausbildenden, aber die sozialpsychiatrische Begleitung bleibt wohl auf Dauer wichtig. Deshalb brauchen die Redaktionen von Radio loco-motivo langfristig finanzielle Mittel.

Welche Bedeutung hatte für Sie die Auszeichnung mit dem Prix Printemps?Zunächst haben wir uns einfach über diese Auszeichnung gefreut. Denn wir konnten die damit verbundene finanzielle Unterstützung sehr gut gebrauchen. Aber noch viel mehr gefreut haben wir uns, dass Radio loco-motivo dadurch in Fachkreisen, aber auch in der Bevölkerung bekannter geworden ist.

Was wünschen Sie sich für Radio loco-motivo?Dass diese Sendungen noch viel mehr gehört werden. Und damit die Ziele von Radio – loco-motivo, den Menschen mit Psychiatrieerfahrung eine Stimme zu geben, erreicht werden
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Festtagsstimmung im weihnachtlichen Konstanz

Ein gelungener Ausflug der wisli tagesstätten Opfikon und Bülach.

Am Morgen trafen sich alle Teilnehmenden am Bahnhof Bülach oder an der Wislistrasse. Punkt 09:00 fuhren wir los und wir kamen staufrei in Konstanz an. Nach einer kurzen Orientierung durch unseren Leiter Daniel Apitzsch schwärmten wir in kleinen Gruppen nach allen Himmelsrichtungen aus. Einige hatten sich schon vorher auf diesen Tag vorbereitet, hatten Einkaufslisten geschrieben und machten sich zielgerichtet auf den Weg. Andere freuten sich auf den Weihnachtsmarkt und manche wollten einfach den Tag geniessen und alles auf sich zukommen lassen. Wer Lust hatte, traf sich im verabredeten Restaurant zum Mittagessen. Die anderen Teilnehmer verpflegten sich gleich auf dem Weihnachtsmarkt oder im nahe gelegenen Einkaufszentrum.

Das Highlight des Tages aber war das Wetter. Aus einem strahlend blauen Himmel schien die Sonne so warm, dass wir sogar die Jacke ausziehen konnten. Trotzdem stellt man sich eine weihnachtliche Stimmung irgendwie anders vor. Der Weihnachtsmarkt mit all seinen Köstlichkeiten half uns jedoch auf die Sprünge und der Duft von Weihrauch und Glühwein liess Weihnachtliches erahnen.

Bei einem Becher Punsch warten drei Teilnehmerin auf die Rückfahrt mit dem Bus.

Bei einem Becher Punsch warten drei Teilnehmerinnen auf die Rückfahrt mit dem Bus.

Pünktlich um 14:30 Uhr standen alle, müde aber sehr zufrieden, mit ihren Errungenschaften wieder am Treffpunkt. Das Timing dieses Ausflugs war unübertrefflich: Pünktlich um 16:00 Uhr traffen wir wieder in Bülach ein und machten uns auf den Nachhauseweg.

Verfasst von einer Teilnehmerin.

 

Unser Ferienlager – ein Hit

Erwartungsvoll – bald geht die Reise los.

Ballenberg – einer der Höhepunkte unserer Reise.

Auch dieses Jahr verbrachten die Klientinnen und Klienten der wisli tagesstätte eine tolle Ferienwoche am Brienzersee. Möglich machte das die grosszügige Unterstützung der Stiftung Denk an mich und die Spenden grosszügiger Menschen. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Lesen Sie mehr im Bericht unseres Klienten. Ferienlager-herzlichen_Dank

 

 

 

Lust mit uns zu Biken?

Die wisli velowerkstatt ist seit April regelmässig auch ausserhalb der Öffnungszeiten in Wald und «wisli» anzutreffen. Dort reiten wir auf unseren Bikes bei Wind und Wetter über Feld- und Waldwege auf der Suche nach coolen Trails und steilen Abfahrten.

Komm doch auch
Wir treffen uns jeden Dienstagabend um 17:30 Uhr vor der wisli werkstatt, an der Wislistrasse 12, Bülach. Wir freuen uns, wenn du auch mitkommst!

Bike-Treff vom 12. Mai
Die sieben Wackeren starten pünktlich um 17:30 Uhr gen Osten und erzwingen in einer ersten Etappe den Rinsberg. Auf Umwegen geht es über breite Waldwege und schmale Trails. Allen voran Ivo, unser «Local Hero» von der Firma Streit als ortskundiger Vielbiker. Dicht gefolgt vom unerschrockenen Rest der Truppe. Nach rasantem Downhill passieren wir die allbekannte «Chinesenmauer» ob Eglisau, wo wir uns an den Laubberg wagen und nahezu senkrecht Top of Eglisau erklimmen.

Der nun folgende Abschnitt wird mit «Ahs und Ohs» bewundert und lässt jedes Bikerherz höher schlagen. Im Bild posieren einige der Helden mit geschwellter Brust und Vorfreude auf den bald folgenden Ritt in die Tiefe, der uns dann über den wunderbar präparierten Downhill nach Glattfelden, direkt zum Riverside bringt.

Ganz zum Schluss wird’s dann technisch nochmals anspruchsvoll, gilt es doch einen sogenannten Snakebite (Neuhochdeutsch für Schlauchquetschung) und den daraus resultierenden Plattfuss zu beheben. Auch diese Hürde nehmen wir souverän, auch hier wieder mit Hilfe von Ivo, unseres Helden des Abends. Danach machen wir uns auf den Heimweg, zurück nach Bülach.

Danach sind wir alle sehr zufrieden und freuen uns auf den wohlverdienten Feierabend, wohlverstanden ohne Bike.

Die wisli velowerkstatt ist seit April regelmässig auch ausserhalb der Öffnungszeiten in Wald und «wisli» anzutreffen. Dort reiten wir auf unseren Bikes bei Wind und Wetter über Feld- und Waldwege auf der Suche nach coolen Trails und steilen Abfahrten.

Komm doch auch
Wir treffen uns jeden Dienstagabend um 17:30 Uhr vor der wisli werkstatt, an der Wislistrasse 12, Bülach. Wir freuen uns, wenn du auch mitkommst!

Res Zopfi, Leiter wisli Velo werkstatt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

von der Firma Streit als ortskundiger Vielbiker. Dicht gefolgt vom uner

 

schrockenen Rest der Truppe. Nach rasantem Downhill passieren wir die allbekannte

 

«Chinesenmauer» ob Eglisau, wo wir uns an den Laubberg wagen und nahezu senkrecht Top of Eglisau erklimmen.

 

Der nun folgende Abschnitt wird mit «Ahs und Ohs» bewundert und lässt jedes Bikerherz höher schlagen. Im Bild posieren einige der Helden mit geschwellter Brust und Vorfreude auf den bald folgenden Ritt in die Tiefe, der uns dann über den wunderbar präparierten Downhill nach Glattfelden, direkt zum Riverside bringt.

Ganz zum Schluss wird’s dann technisch nochmals anspruchsvoll, gilt es doch einen sogenannten Snakebite (Neuhochdeutsch für Schlauchquetschung) und den daraus resultierenden Plattfuss zu beheben. Auch diese Hürde nehmen wir souverän, auch hier wieder mit Hilfe von Ivo, unseres Helden des Abends. Danach machen wir uns auf den Heimweg, zurück nach Bülach.

 Danach sind wir alle sehr zufrieden und freuen uns auf den wohlverdienten Feierabend, wohlverstanden ohne Bike.

Alle Jahre wieder …

… lud die wisli Werkstatt auch dieses Jahr alle Mitarbeitenden zum traditionellen Kranzen ein.

bereits im Vorfeld war unsere neue Gartengruppe sehr aktiv und sammelte allerlei Brauchbares aus der Natur. So konnten wir an einem Mittwochnachmittag direkt mit sehr vielfältigem Grünzeugs in den diesjährigen Kranznachmittag einsteigen. Schon wenige Minuten nach dem Start herrschte im Raum mit den über 20 Teilnehmern eine tolle Stimmung und die Tannenzweige flogen nur so durch den Raum. Im Laufe des Nachmittags entstanden wunderschöne Adventskränze und Weihnachtsgestecke, die alle ganz stolz nach Hause nahmen oder vielleicht auch in die Hände eines glücklich Beschenkten legten.

Es war ein fröhlicher und freudiger Nachmittag mit viel Betrieb und einer guten Gemeinschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

Für alle Sinne – eine erlebnisreiche Lagerwoche der wisli tagesstätte

Vom 30. 6. bis 4.7. erleben 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, inkl. Betreuungspersonen der wisli tagesstätte eine spannende Ferienwoche im Toggenburg. Im Zentrum stand das Arbeiten mit Ton, beziehungsweise der Aufbau eines eigenen «Brennofens».  

Marina Prinz, Gruppenleiterin wisli tagesstätte

Montag, von der Reise an die Arbeit  Nach einer gemeinsamen Reise erreichten wir gegen Mittag unser idyllisches Lagerhaus im Bächli, mitten im schönen Toggenburg.

Unser Feriendomizil am Bächli

Bereits am Nachmittag nutzten wir die Zeit, um an unseren Tonobjekten weiterzuarbeiten, mit denen wir bereits eine Woche zuvor noch in der Tagesstätte begonnen hatten. Zum Glück bot uns der angebaute Stall Schutz vor dem regnerischen, kalten Wetter. Gegen Abend zeigte sich dann doch noch die Sonne. Ideal um unsere Tonobjekte trocknen zu lassen.  

Dienstag, die Objekte werden fertig

Am Dienstagmorgen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Objekte fertigzustellen. Es wurde geknetet, gerollt, verstrichen, angeflickt und ausgebessert.

Am Nachmittag hiess es dann bereits die ersten Vorbereitungen für den Vulkanbrand zu treffen. Eine Brandtechnik, bei dem der «Ofen» selbst gebaut wird. Dazu mussten wir im Wald Äste, Ruten und Brennholz sammeln. Aber selbstverständlich gehörte auch eine wohlverdiente Pause zu der strengen Arbeit. 

          

Zum Glück stellte uns der Bauer ein Fahrzeug zur Verfügung, damit wir Äste zum Haus transportieren konnten.

Mittwoch, der Aufbau beginnt

Am Mittwoch haben wir die gesammelten Äste, wieder bei anfänglich strömendem Regen, zu zwei dichten Gittergeflechten zusammengebunden und verflochten. Bei dieser Schritt war exaktes Arbeiten besonders wichtig, da wir unseren Vulkan später auf dieses Geflecht aufbauen wollten.

           

Donnerstag, der Vulkanofen entsteht

Am grossen Tag des Vulkanaufbaus waren uns die Wettergötter zum Glück wohlgesinnt. Nun hiess es erst einmal kräftig zu arbeiten; gemeinsam haben wir geschaufelt, gegraben und die Backsteine gesetzt.  

       

Als alles fertig war, haben wir die Gittergeflechte aufgesetzt und anschliessend unsere Töpferwaren darauf verteilt und diese mit Holzspänen zugedeckt.

Als nächsten Schritt haben wir rund um die Objekte Schwartenbretter aufgetürmt, bis diese vollständig eingeschlossen waren. Die Hohlräume haben wir dann mit noch mehr Holz, Briketts, Kohle und Spähnen  aufgefüllt.

            

Schliesslich folgte das Einkleistern der Schwartenbretter mit Glanzpapier und Schlicker (aufgeweichter Ton). Damit im Inneren des Vulkanes genügend Hitze entstehen konnte, musste dieser mit sieben Schichten Papier und Schlicker möglichst dicht verpackt werden. Ziel war es, im Inneren ca. 1000°C zu erreichen, um sicherzustellen, dass die Tonobjekte richtig durchgebrannt werden.

Ebenfalls mussten wir darauf achten, dass sich der Vulkan während rund 4-5 Stunden langsam aufheizt. Dazu haben wir erst einmal glühende Holzkohle unter den Vulkan gelegt. Eine heikle Angelegenheit, die gut dosiert und genau beobachtet werden musste, da der Vulkan auf keinen Fall Feuer fangen durfte. Nach rund einer Stunde konnten wir die Backsteine unten wegnehmen und den Vulkan mit dem Gittergeflecht auf die Erde setzen. Den Mantelrand bedeckten wir mit Erde, damit kein Sauerstoff von unten dazukam. So gelang es, den Inhalt des Vulkans innerhalb von einigen Stunden langsam aufzuheizen.

         

In der Zwischenzeit legte sich die Küchenmannschaft für uns kräftig ins Zeug. Sie haben uns während der ganzen Woche mit reichhaltigen Morgenbrunchs und leckeren Abendessen verwöhnt. Vielen Dank nochmals unserer Küchenmannschaft!           

   

Während das Essen in der Pfanne und die Vulkane vor dem Haus vor sich hin brutzelten, hatten die Tüchtigen Vulkanbauern Zeit für eine Pause. Genau das Richtige vor dem Höhepunkt am Abend, dem Vulkanausbruch.        

      

Wir hätten es nicht besser planen können. Pünktlich zur Abenddämmerung züngelten die ersten Flammen aus der Öffnung des ersten Vulkans. Und schon bald brach auch zweite Vulkan aus. Ein wirklich interessantes und tolles Erlebnis!    

       

Nach einigen Stunden war der Vulkan vollständig aus- und abgebrannt, sodass wir alle müde und gespannt auf den nächsten Tag ins Bett fielen.        

Freitag, strahlende Gesichter Am nächsten Morgen konnten wir es kaum erwarten, den Vulkan zu plündern. Welche Tonteile haben den Brand heil überstanden? Welche Brandstrukturen würden auch wohl auf den Objekten abzeichnen?    

          

Wir hatten Glück, die meisten Objekte haben den Brand überlebt und durch diese einmalige Brandtechnik wunderschöne, natürliche Zeichnungen erhalten.      

Die Freude der Teilnemenden war riesengross. Schon bald hiess es dann aber schon wieder aufräumen, putzen, einpacken, bevor wir den Nachhauseweg in Angriff nahmen.   

Ein einmaliges Erlebnis

Für unsere Klientinnen und Klienten, aber auch für uns Begleiter waren sehr zufrieden. Die Woche war wunderschön, sehr erlebnisreich und spannend. Aber sie war für uns alle auch anstrengend, gespickt mit Herausforderungen, Höhen und Tiefen. Dank des grossen Einsatzes aller Beteiligten, konnten wir dieses Projekt aber erfolgreich durchführen und daraus ein einmaliges Erlebnis machen.  

 

Es war spitze, danke an das ganze Team!  

Integration…? Integration!

Dieser im Sozialwesen viel verwendete Begriff ist oft von vielen Fragen begleitet. Eine Schulklasse wollte es genauer wissen.

Wer wird integriert? Wie wird integriert? Wohin wird integriert? Wann wird integriert? Genau die Auseinandersetzung mit diesen Fragen veranlasste die stiftung wisli dazu, einmal etwas völlig Neues zu wagen. Neues in dem Sinn, dass ein Integrationsprojekt in absolut umgekehrter Version durchgeführt wird. Anstatt psychisch beeinträchtigte Menschen in die Gesellschaft zu integrieren, wurde in diesem Projekt Menschen aus der Gesellschaft in die stiftung wisli eingeladen und integriert.

Praktisch sah dies so aus, dass sich am Donnerstagmorgen des 5. Julis eine lebendige Schulklasse versammelte. Die einzelnen Schüler wurden den jeweiligen Mitarbeitenden mit einer psychischen Beeinträchtigung der stiftung wisli zugewiesen und arbeiteten mit ihnen einen Morgen lang gemeinsam an einem Auftrag. Etwa beim Backen in der Tagesstätte, beim Kochen im Wohnheim, beim Reparieren von Fahrrädern in der Velowerkstatt, beim Verpacken von Materialsets in der Mailingabteilung und in diversen anderen Abteilungen. Sichtlich Freude bereitete das Projekt den Mitarbeitenden, die stolz ihren Arbeitsort zeigten und selbstbewusst die Schüler in der Arbeit anleiteten.

Auch die Schülerinnen und Schüler freuten sich, bei diesem Projekt mitzumachen. Sie zeigten wirkliches Interesse an der sozialen Arbeit, aber auch an der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden.  

Abschliessend lässt sich sagen, das Projekt war ein Erfolg. Die Mitarbeiter freuten sich, dieses Projekt mit der Schulklasse durchzuführen, konnten sie doch in einer gewohnten und sicheren Umgebung mit anderen Menschen aus der Gesellschaft in Kontakt treten.